Lachen ist die beste Medizin

Kurze Vorstellung
Männlich, Jahrgang 1958; mechanisch-technische Grundausbildung mit Weiterbildungen. Letzte Tätigkeit Personentransport

Krankheit/Verletzung
Hirnschlag im Dezember 2016

Vorgeschichte
Nach Spital und stationärer Rehabilitation folgte die ambulante Reha.
Ich war voller Tatendrang und fühlte mich soweit gut. Ausser Autofahren durfte ich noch nicht, man hat mir aber prognostiziert, dass ich kaum jemals wieder Personentransport durchführen würde. Somit war nicht klar, ob ich an meinen alten Arbeitsplatz zurückkehren konnte. Mit Hilfe der IV, die mit meinem Einverständnis während der Reha eingeschaltet wurde, wurde ich im ZBA angemeldet.

Relativ schnell wurde ich zu einem ersten Gespräch bei Frau Fritsche eingeladen. Thema: Wie es geht, was sind meine Ziele usw. Das Gespräch verlief in einer sehr entspannten, freundlichen Atmosphäre ab. Nach einem anschliessenden Rundgang durch das ZBA wurde der Besuch beendet. Schon nach kurzer Zeit bekam ich das „Aufgebot“ für drei Monate ZBA-Abklärung.

Drei Monate Abklärung
Ich möchte hier zusammenfassend meine Eindrücke meines Aufenthaltes im ZBA vom November 2017 bis und mit Januar 2018 niederschreiben. Ich war sehr optimistisch, dass ich nicht lange im ZBA bleiben werde, da mein Gesundheitszustand (meiner Meinung nach) ja ausgezeichnet war.

Die Aufgaben, die alltägliche Besprechung der Aufgaben empfand ich als eine Bereicherung. Zuerst waren die Aufgaben relativ einfach. Der Schwierigkeitsgrad nahm mit der Zeit zu. Vorweg, ich habe meine Fähigkeiten mehr als überschätzt, so war ich nach einer Stunde fix und fertig!

Meine Berufsabklärerin hat dies beobachtet, sie teilte mir ihre Beobachtungen bei der allmorgendlichen Besprechung mit. Kurz und gut, ich musste meine Überschätzung revidieren. Dem ZBA ist es zu verdanken, dass ich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkehrte. Die Gespräche, obschon ich nicht immer die Meinung teilte, waren sehr aufschlussreich. Die Berufsabklärerin hat mir in einer „liebevollen“ Art dazu verholfen, dass ich meine Fähigkeiten in der Arbeitswelt besser einschätzen konnte. Das Ergebnis war für mich doch recht niederschmetternd.

Am Ende der drei Monate kam es zu einem Abschlussgespräch mit der IV, auf das ich mich gut vorbereiten konnte.

Kameradschaft
Ich kann nicht genau sagen, wie viele Rehabilitandinnen und Rehabilitanden wir waren. Aber die Kameradschaft war einmalig! Wir waren alle in derselben Lage. Man konnte sich austauschen und trotz Ernst der Lage zwischendurch lachen.

Lachen ist ja bekanntlich die beste Medizin!

Wie ging es weiter
Aufgrund der Abklärung und der Entscheidung der IV bin ich heute „widerwillig“ IV-Rentner. Ich bin sehr froh über die Abklärung. Tagtäglich spüre ich meine Einschränkung.
Langeweile kenne ich nicht. Die privaten Aufgaben, die ich erledigen darf, benötigen nicht nur viel Zeit, sondern auch sehr viel Geduld meiner Frau. Aber nur so habe ich eine tägliche Struktur, die wichtig für mich ist.

Zusammenfassend…
…kann ich mich nur positiv äussern.
Alle meine Bedenken waren unbegründet, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZBA sei an dieser Stelle einen grossen Dank auszusprechen für die verständnisvolle Betreuung während meines Aufenthaltes in Luzern - Einzig das Essen überzeugte mich nicht immer.

OHA
Rehabilitand in der beruflichen Abklärung, November 2017 bis Januar 2018

November 2018